Aktuelle Infos

Neue Adresse ab 15.09.2016

Der Standort Hamburg-Alsterdorf ist umgezogen. Neue Adresse ab 15.09.2016:

Alsterdorfer Markt 4

22297 Hamburg

AUTPUT - Neues Fortbildungsprogramm am Hamburger Autismus Institut

Am Hamburger Autismus Institut haben wir dieses Jahr mehrere neue Fortbildungen für Sie im Programm siehe Link AUTPUT-Fortbildungsprogramm

ADOS2-ADI-R Kompaktworkshop zur Autismusdiagnostik

19. Januar 2018, 09:00 - 17:00 Uhr                                                                                                             nähere Informationen und Anmeldung auf unserer Website unter dem Menüpunkt "Fort- und Weiterbildung" (da unser Fortbildungsprogramm für 2018 noch nicht hochgeladen wurde, melden Sie sich für den ADOS bitte mit der Nr. FB 01 an)    

Das war der Tag der offenen Tür!

Am 28. März 2017 haben wir im Rahmen der Zeitspanne des Weltautismustags unseren „Tag der offenen Tür“ am Standort Alsterdorf gefeiert. Es war ein sehr schönes, gut besuchtes Fest. Damit auch diejenigen, die nicht die Gelegenheit hatten, zu kommen, einen Eindruck erhalten, finden Sie einen Artikel mit zahlreichen Fotos unter diesem Link.

Angehörigentreffen

Die Termine für das offene Angehörigentreffen finden Sie unter diesem Link

Angehörigentreffen im November mit besonderem Thema

06. November 2017, 18:30-20:00 Uhr mit dem besonderen Thema: Geschwister autistischer Kinder - Wie können ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden? Wie können sie in schwierigen Situationen Unterstützung erfahren?  Die Therapeuten Dörte Offen und Oliver Eberhardt haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und wollen nach einem Impulsreferat mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Moderierte Selbsthilfegruppe

Am Hamburger Autismus Institut bieten wir eine offene moderierte Selbsthilfegruppe für erwachsene Menschen mit Asperger-Syndrom bzw. hochfunktionalem Autismus an.

Beratungsangebot für Erwachsene mit hochfunktionalem Autismus

Am Hamburger Autismus Institut bieten wir eine Beratung für erwachsene Menschen mit Asperger-Syndrom bzw. hochfunktionalem Autismus an. Damit möchten wir für Betroffenen eine Anlaufstelle bei konkreten Problemen sein.

Infoabend für Fachkräfte

30. November 2017, 18:30-20:00 Uhr, Anmeldung unter info(at)autismus-hamburg(dot)de   

Infovormittag für Eltern

11. Dezember 2017, 10:00-11:30 Uhr, Anmeldung unter info(at)autismus-hamburg(dot)de 



Schulische Förderung

Mit dem Eintritt in die Schule ergeben sich für die meisten Kinder im Autismus-Spektrum Anforderungen, die sie auf Grund ihrer spezifischen Besonderheiten oft nur mit zusätzlicher Unterstützung bewältigen können. Der Erfolg schulischer Förderung hängt überwiegend davon ab, inwieweit es gelingt, Bedingungen zu schaffen, ihre Besonderheiten in der Wahrnehmung und im Denken sowie autismusspezifische Förderbedürfnisse zu berücksichtigen.

Im Zentrum der Autismus-Spektrum-Störung liegt die verminderte intuitive Aufmerksamkeitslenkung auf sozial-kommunikative Signale. Damit verbunden ist die Schwierigkeit, soziale Signale adäquat aufzunehmen, zu verarbeiten und sie effektiv zu beantworten. So kann das schulische Geschehen, welches durch eine Vielzahl und Vielfalt von Interaktionen in Gruppen – auch in den Pausen – geprägt ist, zu (chronischer) Überforderung führen und die Tendenz verstärken, sich Gruppensituationen zu entziehen bis hin zum Schulabsentismus.

Es fällt Schülern mit Autismus deutlich schwerer als anderen Schülern, in Gruppen zu lernen. Die Vielzahl und der schnelle Wechsel der sozialen Informationen in einer Gruppe stellen eine latente und andauernde Überforderungssituation für diese Schüler dar. Schulische Überforderung entsteht auch durch Schwierigkeiten in der Verarbeitung sprachlicher Informationen. So reagieren autistische Schüler auf lautsprachliche Informationen und Instruktionen häufig verzögert oder gar nicht. Viele bildlich gemeinten Aussagen werden wortwörtlich missverstanden. Verzögerungen und Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung (Frühkindlicher Autismus) – in ca. 50% aller Fälle sogar das Ausbleiben der lautsprachlichen Entwicklung – erschweren die Kommunikation generell. Hinzu kommen besondere kognitive Merkmale, die zum einen in der eingeschränkten Fähigkeit bestehen, Handlungsabfolgen zu organisieren, zum andern in dem begrenzten Vermögen, komplexe externe und interne Reize zu sinnvollen übergeordneten Einheiten zu integrieren: der kognitive Verarbeitungsstil ist eher auf Details als auf Zusammenhänge zwischen Dingen und Ereignissen ausgerichtet. Damit einher geht häufig auch eine erhöhte Ablenkbarkeit. Wenn man bestimmte Prinzipien berücksichtigt, kann schulische Förderung von Schülern im Autismus-Spektrum gleichwohl gut gelingen.

Dazu gehören

  • die klare räumliche und zeitliche Strukturierung des Schultages – gerade auch außerunterrichtlicher Situationen wie Pausen und Übergänge,
  • die Visualisierung von Anforderungen und Abläufen,
  • die besondere und motivierende Gestaltung des Arbeitsplatzes, von Lernsituationen und Aufgaben,
  • konstante, überschaubare und gefestigte Lerngruppen,
  • konstante Bezugspersonen, ggf. Schulbegleitung,
  • Rückzugsmöglichkeiten,
  • eindeutige und klare Kommunikation,
  • transparente und verständliche soziale Regeln,
  • ggf. Gewährung eines Nachteilsausgleichs,
  • regelmäßiger Austausch aller Beteiligten und
  • Respekt für die Besonderheit und das Zugeständnis anders sein zu dürfen.

Schulpädagogen sind in besonderem Maße bei der Förderung von Schülern im Autismus-Spektrum gefordert. Ein Grundlagenwissen über Autismus-Spektrum-Störungen und eine „autismusspezifische“ Pädagogik sollten Voraussetzung für die schulische Arbeit sein, um Überforderung und Frustration zu vermeiden. Da Autismus-Spektrum-Störungen sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen können, sollten alle Schulformen offen sein für diese Schülergruppe. Eine Vielfalt von Lernangeboten in Sonderschul-, Integrations-, Regel- und Kleinklassen etc. ermöglicht auch der Vielfalt von Ausprägungsformen gerecht zu werden.

Durch unsere Autismus-Therapie und -Beratung unterstützen wir die Lehrkräfte der Schule darin, möglichst auf den einzelnen Schüler zugeschnittene Förderbedingungen und damit die inklusive Beschulung erfolgreich gestalten zu können. Zusammen mit den Eltern und ggf. mit den Schülern selbst arbeiten wir mit den Lehrern der jeweiligen Schule, dem entsprechenden Beratungsdienst, den ggf. eingesetzten Schulbegleitern, der Beratungsstelle Autismus der Schulbehörde und bei Bedarf weiteren Stellen zusammen. Mit den Schülern selbst reflektieren wir problematische Situationen und erarbeiten gemeinsam Verhaltensalternativen. Zur Einübung einer angemessenen Interaktion eignen sich besonders unsere Sozialen Kompetenzgruppen (SoKo-Gruppen), in denen die Teilnehmer in einem geschützten und begleiteten Rahmen positive und lösungsorientierte Gruppenerfahrungen machen können.

Je nach Einzelfall benötigt ein Schüler mit Autismus einen Schulbegleiter (Schulassistenz, Integrationshelfer). Mit dieser Hilfe kann er sich in die Klassengemeinschaft integrieren, die weniger strukturierten Zeiten des Schultags (wie z.B. Pausen) zur Interaktion mit seinen Mitschülern nutzen und seinem Potential gemäß von den Lehrkräften gefördert werden.

In unserem Fotbildungsprogramm AUTPUT bieten wir sowohl Lehrkräften, als auch Schulbegleitern maßgeschneiderte Fortbildungsmöglichkeiten zum Umgehen mit Schülern mit Autismus an.

In der Hamburger Schulbehörde gibt es eine Beratungsstelle für den Bereich Autismus und Schule, mit der wir kooperieren. An diese können sich Eltern und Lehrer bei Fragen zu dem beschriebenen Themenkreis wenden.


Bildungs- und Beratungszentrum Pädagogik bei Krankheit / Autismus
Beratungsstelle Autismus 
Von-Essen-Straße 82-84
22801 Hamburg
Tel: 040 428 63 - 2836
E-Mail: beratungsstelle-autismus(at)bsb(dot)hamburg(dot)de

http://www.hamburg.de/autismus/3882612/beratungsstelle-artikel/