Autismus-Spektrum-Störungen

Es gibt viele
unterschiedliche
Erscheinungsformen

Die Autistische Störung (Synonym: Frühkindlicher Autismus) und das Asperger-Syndrom (Synonym: Asperger-Störung) gehören zu den tief greifenden kindlichen Entwicklungsstörungen, deren Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. Zusammen mit dem Atypischen Autismus (der durch ein späteres Auftreten bzw. Unvollständigkeit der Symptome gekennzeichnet ist) werden sie als Autismus-Spektrum-Störungen bezeichnet. Die Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen ist gravierend beeinträchtigt und stellt die Bezugspersonen vor große Herausforderungen. Die Auswirkungen der Störungen behindern auf vielfältige Weise die Beziehungen zur Umwelt und die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft, da sowohl kognitive als auch sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen betroffen sein können. Die meist schwierige schulische Integration bereitet den Eltern oft die größten Sorgen.

Bei der Autistischen Störung geht die Beeinträchtigung der Interaktion und des Spielverhaltens mit einer Sprach- und Kommunikationsstörung einher. Häufig liegt eine Intelligenzminderung vor; dennoch zeigen autistische Menschen oft erstaunliche Teilleistungen auf einzelnen Gebieten (zum Beispiel Gedächtnisleistungen, räumliches Vorstellungsvermögen, Musik etc.).

Beim Asperger-Syndrom liegt ebenfalls eine tief greifende Störung der sozialen Interaktion und der Interessen vor - Intelligenz- und Sprachentwicklung sind jedoch altersgemäß. Trotz dieser Fähigkeiten erweist sich die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Asperger-Syndrom, aufgrund ihrer sozialen Beeinträchtigung, als ausgesprochen problematisch. Oft verbirgt sich die Asperger-Störung jahrelang hinter einer AD(H)S-Diagnose, wegen der sich die Betroffenen schon lange in Behandlung befinden.